Unseri Zunft

Gründungsjahr:  1962

Aufnahme in den VON: 1969 in Schopfheim

Paten: NZ Gutach, NZ Oberwinden

Vogtei: Nördl. Breisgau/Elztal

Entwurf Maske und Häs:
1964
Zunftmeister Hubert Dufner
in Zusammenarbeit mit Albert Schonhardt,
Holzbildhauer aus 79263 Simonswald

derzeitige Maskenschnitzer:
Martin Schonhardt, 79263 Simonswald
Klaus-Dieter Kienzler, 79183 Waldkirch-Siensbach

Narrenfigur:
Niederwindemer Schindlejokel 

Mitgliederzahl (Stand 11/2011):
ca. 350 aktive Hästräger über 16 Jahre
ca. 150 Kinderjokel
ca. 80 passive Mitglieder

geschichtlicher Hintergrund:
Schon lange wird in Niederwinden „narris gmocht“. Aus Erzählungen älterer Dorfbewohner weiß man, dass auf jeden Fall schon in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg der Fasnet gehuldigt wurde.  Immer wieder gab es „wilde“ Fasnetumzüge. Zwei erhaltene Fahnen aus den Jahren 1928/1929 sind noch heute erhalten und im Besitz der Narrenzunft u.a. eine Hoorig-Fahne „von der Katz’ an die Maus“.

Verkleidet hat man sich mit einfachen Mitteln. Der schwarze Domino, ein knöchellanger schwarzer Mantel mit Kapuze und Stoffmaske, war vorherrschend. Manchmal wurden die Gesichter auch nur mit Ruß geschwärzt. Die Narren wanderten über die Höfe und gingen in die Häuser. Dort trieben sie in den warmen Stuben ihren Schabernack mit den Bewohnern. Der  2. Weltkrieg hat dann das Narrenleben vorerst zum Erliegen gebracht. Nach dem Krieg wurden überall im Elztal Narrenzünfte aus der Taufe gehoben. Einigen Erznarren ist es zu verdanken, dass auch in Niederwinden  der Fasnet wieder Leben eingehaucht wurde. Mit einfachsten Mitteln und originellen Vehikeln zog diese kleine närrische Schar am Fasnet-Somschdig durch das Dorf. Jedes Jahr folgten mehr Narren deren Beispiel. Noch heute ist der Fasnet-Somschdig unser Umzugstag.

Am 17.11.1962 trafen sich dann 22 Niederwindemer Narren im alten Gasthaus „Bären“, um die Narretei in einem Verein zu organisieren. Sie gründeten zunächst die „Narrenvereinigung der Niederwindemer“. Der Aufnahme- und zugleich Jahresbeitrag betrug 2,00 DM. Eine eigene Narrensatzung mit 10 Punkten wurde aufgestellt. Die Fasnet 1963 wurde erstmals von der Narrenvereinigung ausgerichtet. Der Elferrat hatte sich mit einer selbstbezahlten einheitlichen Kleidung ausgerüstet. Viele Wagen und Fußgruppen machten am Umzug mit und glossierten dörfliches und politisches Leben. Das erste Narrenzeichen wurde verkauft; ein roter Papierstreifen mit Aufdruck „Narrenvereinigung der Niederwindemer“ Am Fasnet-Somschdig wurde abends im Gasthaus „Bären“ vom Elferrat ein närrischer Abend veranstaltet. Das neu angeschaffte große Narrenbuch wurde vorgestellt und 67 neue Mitglieder wurden eingetragen. Somit war der Grundstein für das organisierte närrische Leben gelegt.

Während der Generalversammlung am 11.11.1964 wurde unsere Narrenfigur, der Niederwindemer Schindlejokel, erstmals vorgestellt und an der Fasnet 1965 wagten schließlich acht Schindlejokel den Schritt vor die Tür. Seither ist die Narrenzunft der Niederwindemer Schindlejokel ein fester Bestandteil im Niederwindemer Vereinsleben und ist weit über das Dorf hinaus bekannt.